Neues Format für Berufsinformation

Seit 1999 veranstalteten die Handels- und Gewerbevereine im Amt Schafflund in Zusammenarbeit mit der Schafflunder Schule einen Berufsinformationsabend. Zuletzt besuchten um die 250 Schüler aus Schafflund und Handewitt diese Veranstaltung. Inhaber und Meister von bis zu 40 Ausbildungsbetrieben stellten sich in den Klassenräumen den Fragen der Schüler zu den unterschiedlichsten Berufen. Ein Konzept, das nach Meinung der Gewerbetreibenden immer sehr gut aufgegangen ist und in den Nachbesprechungsrunden sehr positiv beurteilt wurde.

Für 2026 war eine Neuauflage im Februar vorgesehen. Kurz vor Weihnachten erhielten die Gewerbetreibenden von der Schule zwischen den Meeren die Information, dass am bestehenden Format nicht festgehalten werden soll. „Zum einen aufgrund der aktuellen Erlasslage des Landes, zum anderen weil wir in den letzten beiden Jahren nach unserem Kenntnisstand keinen Ausbildungsplatz und weniger als fünf Praktikumsplätze durch den Infoabend vermitteln konnten“, hieß es zur Begründung. „Dazu kommt, dass die Hälfte der Unternehmen, die angeschrieben wurden, keine Rückmeldung gegeben oder abgesagt haben“.

Bei einem Treffen von Schule und Gewerbetreibende wurde über alternative berufsinformierende Angebote von Ausbildungsbetrieben und Unternehmen der Region beraten – etwa durch Betriebsbesichtigung und Praktikumsvermittlungen. Angeregt wurde eine digitale Liste aller interessierten Ausbildungsbetriebe im Einzugsbereich. So könnten Schülerinnen und Schüler bei ihrer Suche nach Praktika und Ausbildungsplätzen direkt mit den Wirtschaftsunternehmen in Kontakt treten.